Der von Bürgermeister Reiner Breuer initiierte erste Neusser Sportgipfel war ein voller Erfolg. „Die Durchführung eines Sportgipfels war eine langjährige Forderung unserer Fraktion, wir sind dem Bürgermeister dankbar, dass dieser nun stattgefunden hat“, erklärt der sportpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Tören Welsch. Im Romaneum war am vergangenen Samstag kaum ein freier Platz zu finden, eine Vielzahl von Vereinsvertretern war der Einladung des Bürgermeisters gefolgt und diskutierte knapp sechs Stunden mit externen Fachleuten und in unterschiedlichen Dialogforen über die Situation des Sports in unserer Stadt.

Tören Welsch erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass die SPD-Fraktion sich seinerzeit bereits bei der Erarbeitung des Sportentwicklungsplanes gegen eine Arbeitsgruppe ausgesprochen habe, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit tagt. „Wir wollten nicht hinter verschlossenen Türen über die Vereine sprechen, sondern auf Augenhöhe und mit den Vereinen – das konnte mit dem Sportgipfel nun umgesetzt werden“, so Welsch weiter.

Vision für den Sport in Neuss

Auch inhaltlich waren die Sozialdemokraten mit den Ergebnissen des Sportgipfels zufrieden. „Die von Bürgermeister Reiner Breuer skizzierte Vision, das Rennbahngelände mit einem TG-Zentrum und einer neuen Mehrzweckhalle für Sport und Kultur mit 2.000 Sitzplätzen weiterzuentwickeln, stieß auf große Zustimmung bei den anwesenden Vereinsvertretern und den externen Fachleuten“, berichtet Sportausschussmitglied Dietmar Dahmen. Nun gehe es darum, konkrete Beschlüsse auf den Weg zu bringen.

Verpachtung Bezirkssportanlage Stadtwald

Auch den Konsolidierungsvorschlag des Bürgermeisters – die Verpachtung der Bezirkssportanlage Stadtwald an die Internationale Schule (ISR) – wird von der SPD-Fraktion unterstützt. „Die Pläne der ISR, viel Geld in die Modernisierung der Bezirkssportanlage zu investieren und unter anderem einen weiteren Kunstrasenplatz zu errichten, wird von uns unterstützt“, erläutert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sascha Karbowiak, der seit vielen Jahren für die SPD den Wahlkreis Stadionviertel betreut.

Durch die Übertragung der Bezirkssportanlage auf die ISR könnten jährlich bis zu 160.000 EUR im Sporthaushalt eingespart werden. „Dieses Geld soll dem Sportbereich erhalten bleiben und nicht im allgemeinen Haushalt versickern. Dann könnten getreu dem Motto ´Sport für Sport´ Investitionen in die Sportinfrastruktur an anderer Stelle erfolgen“, erklärt Karbowiak. Grundvoraussetzung für die Übertragung ist allerdings die Zusicherung der ISR, dass die Bezirkssportanlage auch zukünftig öffentlich zugänglich bleibt. Diese Forderung hat Karbowiak bereits mit dem Inhaber der ISR, Peter Soliman, besprochen und ist dort auf „große Offenheit“ für dieses Anliegen gestoßen.