In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in ganz Deutschland die Synagogen. Auch in Neuss wurde in dieser Nacht die Synagoge an der Promenadenstraße von SA-Männern niedergebrannt. Die Reichspogromnacht markiert den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden zur systematischen Verfolgung. Der SPD-Ortsverein Neuss-Stadtmitte erinnert seit vielen Jahren mit Veranstaltungen und Aktionen an die Verfolgung von Neusser Juden und ihren Familien.

Treffpunkt SPD-Büro

„In diesem Jahr haben wir uns vorgenommen, am Samstag mit möglichst vielen Mitstreitern die Stolpersteine in Neuss zu reinigen. Denn mit den Stolpersteinen soll die Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wach gehalten werden“, erläutern Sascha Karbowiak und Michael Hohlmann von der SPD Stadtmitte.

Die Stolpersteine, kleine Gedenktafeln aus Messing, sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Verlegt werden die Steine auf dem Gehweg vor Häusern, in denen Verfolgte des sogenannten Dritten Reichs wohnten. „Wir würden uns freuen, wenn uns Bürger bei der Reinigung der Stolpersteine unterstützen würden“, so der Vorsitzende Sascha Karbowiak weiter. Treffpunkt für die Aktion am Samstag, den 11. November, 10.00 Uhr ist die SPD-Geschäftsstelle auf der Oberstraße 23.

Fünf Stolpersteine gestiftet

Michael Hohlmann erinnert als stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender in diesem Zusammenhang auch an die fünf Stolpersteine, die zuletzt von der SPD Neuss gestiftet wurden. Insgesamt sind unter der Regie des Stadtarchivs seit November 2005 bislang 81 Stolpersteine an 34 Standorten in Neuss verlegt worden.