Michael Ziege, Marc Vanderfuhr, Marita Richter und Daniel Handel betreuen für uns allesamt Wahlkreise, die über eine Gemeinsamkeit verfügen: Die Verkehrs- und Parkprobleme rund um die Neusser Innenstadt. „Die Parkprobleme sind ein Dauerthema und beschäftigen die Anwohnerinnen und Anwohner bereits seit vielen Jahren“, erläutert Marita Richter. Viele Anwohner berichten unseren Stadtverordneten allerdings in persönlichen Gesprächen, dass sich die Parkprobleme in den vergangenen Jahren noch weiter verschärft haben. Untermauert werden diese Schilderungen durch Aussagen der Stadtverwaltung. Das Amt für Verkehrsangelegenheiten hat beispielsweise vor einiger Zeit mitgeteilt, dass die Zahl der Autos in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen hat. So kommen in Neuss auf 1.000 Einwohner mittlerweile knapp 600 Autos – ein Spitzenwert im Vergleich mit anderen Großstädten.

Der Planungsausschuss berät einen SPD-Antrag

Um hier endlich Verbesserungen für die Anwohnerinnen und Anwohner erreichen zu können, haben wir einen entsprechenden Antrag in die kommende Sitzung des Planungsausschusses eingebracht. Unser Stadtverbandsvorsitzender Sascha Karbowiak, der auch verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion ist, erklärt die Ansatzpunkte unserer Initiative: „Die Verwaltung soll ein Konzept erarbeiten, um die Attraktivität der städtischen Parkhäuser zu erhöhen, die Situation der Anwohner mit Bewohnerparkausweis zu verbessern und die Chancen der Digitalisierung aufzugreifen“. Insbesondere für die Nutzung der städtischen Parkhäuser möchten wir weitere Anreize schaffen. „Es ist nach wie vor nicht nachvollziehbar, dass das Parken in den Parkhäusern teurer ist als das Parken im öffentlichen Raum“, so Sascha Karbowiak weiter. Auch eine Ausweitung des kostenlosen Parkens in den städtischen Parkhäusern muss unserer Ansicht nach zumindest ergebnisoffen geprüft werden.

Zusätzliche Bewohnerparkplätze schaffen

Wir möchten allerdings auch die Situation der Innenstadt-Anwohner verbessern, die einen Bewohnerparkausweis besitzen. „Uns ist natürlich bewusst, dass der Besitz eines Bewohnerparkausweises keine Parkplatz-Garantie nach sich zieht – aber wir sehen durchaus Verbesserungspotential“, erläutert Sascha Karbowiak. So sollte unserer Ansicht nach auch geprüft werden, ob in nicht ausgelasteten Parkhäusern zusätzliche Bewohnerparkplätze ausgewiesen werden können.

Chancen der Digitaliseirung nutzen

Unser Stadtverordneter Michael Ziege, der für uns in der Arbeitsgruppe „Digitale Agenda“ mitarbeitet, möchte in diesem Zusammenhang auch die Chancen der Digitalisierung nutzen: „Digitale Parkkonzepte können dabei helfen, die Attraktivität der Parkhäuser zu erhöhen und zusätzlich die Parksuchverkehre zu verringern“. Parksuchverkehre verursachen schon heute mindestens 30 Prozent des gesamten innerstädtischen Verkehrs. Durch den Einsatz digitaler Parkkonzepte lassen sich die aktuell freien Parkplätze in Echtzeit ermitteln und per Smartphone-App anzeigen, der Parkplatzsuchende kann anschließend direkt in das entsprechende Parkhaus geleitet werden. „Die Zahlung kann anschließend ticket- und bargeldlos über entsprechende Online-Dienste abgewickelt werden“, so Michael Ziege weiter. Selbstverständlich wäre auch zukünftig ein reguläres Bezahlen mit einem Parkticket am Automaten möglich. Darüber hinaus sollte unserer Ansicht nach geprüft werden, ob perspektivisch auch die Parkplätze im öffentlichen Raum in das „Digitale Parkkonzept“ integriert werden können.