Neuss, 10. Februar 2012 |
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Neuss. Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Neuss spricht sich einstimmig gegen die Weiterverfolgung der von den Projektentwicklern Kölbl und Kruse vorgelegten Pläne zur Bebauung des Wendersplatzes aus. Stattdessen wollen die Neusser Sozialdemokraten einen städtebaulichen Wettbewerb auf den Weg bringen, der Möglichkeiten für eine städtebaulich verträgliche und verkehrstechnisch zukunftsweisende Nutzung des Areals aufzeigen soll. Der Creditreform, die als potenzielle Nutzerin des geplanten Bürogebäudes im Gespräch ist, soll die Verwaltung „unmittelbar“ alternative Standorte für einen Büroneubau vorschlagen.
In den Beratungen der größten Oppositionsfraktion im Stadtrat am vergangenen Montag hatte deren planungspolitischer Sprecher Peter Ott den „Raumschiff-Plänen“ von Kölbl und Kruse eine klare Abfuhr erteilt. „Das Gebäude ist städtebaulich überdimensioniert und zerschneidet potenzielle Verbindungsachsen zwischen Innenstadt, Hafen und dem Rennbahnpark. Es wäre ein Irrsinn, dieses Areal derart massiv zu bebauen“, sagt Ott. Gleichwohl betonte SPD-Fraktionsvorsitzender Reiner Breuer, dass der Wendersplatz über die Nutzung als kostengünstiger Parkplatz hinaus deutlich mehr Potenziale biete. „Ein städtebaulicher Wettbewerb könnte ganz neue Perspektiven für die Gestaltung rund um den Wendersplatz aufzeigen und zugleich Lösungen zur Verbesserung der Verkehrswege und -übergänge bieten“, ist Breuer überzeugt.
Zuversichtlich zeigt sich die SPD-Ratsfraktion, dass der Creditreform ein alternativer Standort für einen Büroneubau angeboten werden könne. Immerhin habe die Stadt Neuss speziell für den Finanzdienstleister schon einen Bebauungsplan für Bürogebäude an der Rennbahn (parallel zur Stresemannallee) auf den Weg gebracht. Nach Einschätzung von Reiner Breuer und Peter Ott seien zudem noch sehr attraktive Freiflächen im Hammfeld I und II für eine Bürobebauung vorhanden. „Wir freuen uns über das Bekenntnis der Creditreform zum Standort Neuss. Für einen Büroneubau wird es aber sicher stadtverträglichere Lösungen geben“.
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