Wir werden auch weiterhin an einem Gewerbegebiet in Derikum festhalten, damit dort neue Arbeitsplätze entstehen können. „Gestern im Planungsausschuss ist wiedermal klargeworden, wie dringend Unternehmen Gewerbeflächen suchen“, sagt unser planungspolitischer Sprecher Peter Ott, „Das Beispiel Holzheim zeigt: In Neuss sind Gewerbegebiete schon ausverkauft, bevor sie fertig geplant sind.“

Mehr Flächen für die Wirtschaft

Hintergrund ist die Auslegung des Flächennutzungsplanes ab nächstem Montag. Eine CDU-Stadtverordnete mobilisiert Bürger dafür, Stellungnahmen gegen das Gewerbegebiet zwischen Derikum und Elvekum abzugeben. Das könnte rund 22 Hektar groß sein und würde das bestehende Gewerbegebiet Kruppstraße / Mainstraße erweitern. Es ist im neuen Flächennutzungsplan nur eines von drei großen neuen Gewerbegebieten. Insgesamt könnte die Fläche der Gewerbegebiete in Neuss überhaupt nur von 540 Hektar auf 610 Hektar anwachsen. Ohne die Fläche in Derikum wäre das Potenzial für wirtschaftliche Entwicklung in Neuss also arg limitiert.

Die CDU hat keine klare Linie

Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Arno Jansen plädiert dafür, dringend benötigte Gewerbeflächen zu schaffen: „Von der CDU erwarte ich jetzt ein klares Bekenntnis zur heimischen Wirtschaft und ´pro Arbeitsplätze´.“ Jansen stellt sich die Frage, wofür die CDU eigentlich steht: „Bei jeder Gelegenheit wirft die CDU Bürgermeister Reiner Breuer vor, zu wenig für die Wirtschaft zu tun und nun steht sie selbst auf der Bremse“, sagt er.

Verkehrssituation ist kein Argument

Das Argument der Verkehrssituation können wir nicht nachvollziehen. „Es geht jetzt nur um den Einstieg in die Planung. Bevor wir das Gewerbegebiet konkret umsetzen, müsste der Verkehr auf jeden Fall zufriedenstellend geregelt werden“, sagt Arno Jansen. Außerdem gibt der SPD-Fraktionsvorsitzende zu bedenken: „Wenn dort keine Arbeitsplätze entstehen, müssen weiterhin Neusser nach Düsseldorf pendeln. Dadurch werden die bereits bestehenden Verkehrsprobleme jedenfalls nicht gelöst.“ Bereits heute sieht der Flächennutzungsplan außerdem eine Verbindung der Dieselstraße mit der L380 vor. Auch eine Anschlusstelle der A57 in Delrath könnt für Entlastung sorgen.