Im Neusser Stadtgebiet befinden sich verschiedenartige Gedenkstätten aus unterschiedlichen Anlässen. Sie ausfindig zu machen, bleibt aber eher dem Zufall überlassen. Es fehlt an einem zentralen Nachweis, über den sich Einheimische und Gäste der Stadt schnell über Lage und Anlass der Gedenkstätten informieren können. Die Neusser SPD beantragt daher nun im Kulturausschuss, eine informative Übersicht auf der Internetseite der Stadt Neuss zu schaffen.

Infos zu Widerstandskämpfern fehlen

„Die Erinnerungskultur einer Stadt drückt sich auch durch eine umfassende Information über ihre Gedenkstätten aus“, sagt Hartmut Rohmer, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion. Die Webseite einer Stadt sei dafür die erste zentrale Anlaufstelle für Informationen. Über diese finde man derzeit jedoch nur zum „Mahnmal zur Erinnerung an die ermordeten Neusser Juden“. Alle anderen Gedenkstätten, so zum Beispiel auch das in der Rathauspassage gelegene Messingbuch mit den Namen ermordeter Neusser Widerstandskämpferinnen und -kämpfer, müsse man derzeit auf anderen Wegen ausfindig machen.

Über Künstler und Entstehungsgeschichte informieren

„Wir stellen uns vor“, so Rohmer, „dass die Verwaltung Unterseiten für die einzelnen Neusser Gedenkstätten einrichtet, auf denen über deren historischen Hintergrund, den jeweiligen Künstler und die Entstehungsgeschichte ihres Kunstwerks informiert wird.“ Ein entsprechender Antrag der SPD-Fraktion wird im kommenden Kulturausschuss am 18. April diskutiert.