Die Kyburg hat für den Stadtteil Weckhoven große Bedeutung. Darum trägt auch die Grundschule in Weckhoven den Namen dieses Denkmals. Den Kindern der Schule konnten die Reste der Kyburg aber lange Jahre nicht gezeigt werden, weil die Burgruine unter einem großen Berg Grüngestrüpp verborgen lag.

Das ist nun vorbei. Die Reste der Kyburg sind wieder zugänglich und die alte Burgruine ist vom überwuchernden Grünbewuchs naturschonend befreit. Wir haben uns selbst ein Bild von der Lage vor Ort gemacht und „Beweisbilder“ mit einer mitgebrachten Foto-Drohne gemacht. Unser Fraktionsvorsitzender Arno Jansen, der selber in Weckhoven wohnt, hat der Presse gesagt: „Ich danke Bürgermeister Reiner Breuer und den Mitarbeitern des Grünflächenamtes dafür, dass unser Wahrzeichen nun wieder betrachtet werden kann.“

Vom Heimatverein gewünscht

Das Wappen von Weckhoven. Rechts die Kyburg, links Erft und Gillbach.

Die Freilegung der Jahrhunderte alten Mauerreste hatte sich auch der Weckhovener Heimatverein gewünscht, denn schließlich ist die Kyburg, gemeinsam mit der Erft, auf dem Wappen des Neusser Stadtteils abgebildet. Die Kyburg ist wieder aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht. Die Kinder der Schule können nun mit eigenen Augen den Namenspatron ihrer Schule sehen.

Das ist die Kyburg

Die Kyburg hieß früher „Erprather Burg“ und war im Mittelalter der Sitz der Herren von Erprath. Wann die Burg erbaut wurde, kann nicht exakt bestimmt werden. Der Rittersitz wurde erstmals schriftlich im Jahre 1166 erwähnt. Im Truchsessischen Krieg von 1586 wurde die Burg zerstört. Von der ehemaligen Burganlage ist im Wesentlichen nur noch der fünf Meter hohe Rest eines Wohnturms erhalten. Vermutlich befand sich an der Stelle früher ein römischer Wachturm.