Im nächsten Schuljahr werden so viele Kinder wie nie einen OGS-Platz in Neuss bekommen. Das hat die Stadtverwaltung jetzt im Schulausschuss berichtet. Demnach wurden bei der Bezirksregierung 3.611 Plätze für das kommende Schuljahr beantragt. Zum Vergleich: Im laufenden Schuljahr sind es derzeit 3340 OGS-Plätze. Damit können nächstes Schuljahr schon 60 Prozent der Kinder den offenen Ganztag besuchen können. Wir rechnen damit, dass mittelfristig über 75 Prozent der Eltern einen OGS-Platz für ihr Kind bekommen wollen. Und wir meinen: Wer sein Kind im offenen Ganztag anmelden möchte, muss auch einen Platz bekommen!

Wahrscheinlich keine Warteliste mehr

Im Mai 2017 haben Eltern eine Initiative für mehr OGS-Plätze gegründet. Denn damals war die Warteliste der Stadt auf über 340 Kinder angestiegen. Grund war ein Beschluss von CDU und FDP aus dem Jahr 2010 gewesen. Beide Parteien hatten damals eine Begrenzung der OGS-Plätze beschlossen, um Geld zu sparen. Dieser fatale Beschluss wurde im vergangenen Jahr endlich gekippt. Zusätzlich gründete Bürgermeister Reiner Breuer die „Task Force OGS„. Mit Erfolg: Zu Schuljahresbeginn im August 2017 war für alle eine Lösung gefunden. Nach jetzigem Stand wird es auch im Schuljahr 2018/19 keine Warteliste geben. Doch damit ist das Thema

Stetiger Ausbau des Offenen Ganztags

Bis zum Jahr 2025 will die Bundesregierung einen Anspruch der Eltern auf einen OGS-Platz einführen. Dann müssten wir in Neuss mindestens 4.500 Plätze haben. Das große Problem wird dann sein, geeignetes Personal zu finden. An den Räumlichkeiten soll es aber nicht scheitern. Als Provisorien setzen wir an viele Stellen auf Container. Etwa an der Leoschule, der Grundschule „Die Brücke“, der Pestalozzischule und der Karl-Kreiner-Schule. An der Dreikönigenschule können durch einen Umbau des bestehenden Gebäudes Räume geschaffen werden. Die Görresschule erhält sogar einen Erweiterungsneubau. An St.-Konrad-Schule, Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule, Burgunderschule, Martin-Luther- und Kreuzschule, Adolf-Clarenbach-Schule und Albert-Schweitzer-Schule stehen weitere Maßnahmen an. Diese werden gerade von der Stadtverwaltung geplant.

 

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