Wir erwarten, dass uns die Sportverwaltung im nächsten Sportausschuss am 13. Juni 2018 über den geplanten Abriss des Sprungturms im Südbad informiert. „Für viele Neusser war der Sprungturm ein wichtiger Teil des Freibades“, erläutert unser sportpolitischer Sprecher Tören Welsch.

Mehrere Medien haben in den vergangenen Tagen über die Pläne zur Neugestaltung des Südpark-Bades informiert. Dazu soll auch der ersatzlose Abriss des Sprungturms gehören. Das entsprechende Becken soll stattdessen in eine Wassererlebnis-Landschaft für Klein- und Kleinstkinder umgebaut werden. Hierzu und zu den vorliegenden Gutachten zum Sprungturm erwarten wir als SPD Neuss detaillierte Informationen. Insbesondere soll die Sportverwaltung dazu Stellung nehmen, warum ein Erhalt des Sprungturms beispielsweise auch nicht in reduzierter Form möglich sein soll.

Unmut in Reuschenberg

„Viele Bürger reagieren sehr emotional auf diese Neuigkeit“, berichtet unser Stadtverordneter Dietmar Dahmen. Der 50-Jährige wohnt in Reuschenberg und wurde bereits mehrfach auf die Pläne angesprochen. „Viele von uns haben sicherlich Kindheitserinnerungen an einen Sprung im Südpark von dem Turm“, sagt Dietmar Dahmen.

Kritik am Vorgehen der CDU

Uns irritiert insbesondere die Tatsache, dass der Sportausschuss scheinbar einmal mehr vor vollendete Tatsache gestellt werden soll. „Herr Knipprath (CDU) steht als Sportausschuss-Vorsitzender vor der Kamera und verkündet vermeintliche Fakten, die im zuständigen Sportausschuss noch gar nicht behandelt wurden. Diese Art von überfallartiger Sportpolitik wird in Reuschenberg nun langsam zur traurigen Gewohnheit“, sagt Dietmar Dahmen mit Blick auf den überhasteten Beschluss von CDU und Grünen zur Errichtung des TG-Zentrums am Südpark.