Alle Kinder, die sich zum 1. August für den Kindergarten angemeldet haben, erhalten einen Betreuungsplatz. Insgesamt sind das über 6.500 Kinder. Anfang Mai waren noch rund 200 Eltern ohne Betreuungsplatz für ihr Kind. Auch die konnten nun doch noch versorgt werden.

So hat die Stadt neue Plätze geschaffen

Möglich gemacht hat dies ein Kraftakt der Stadt-Verwaltung und die konstruktive Mithilfe von Trägern, Kitas und Tagespflegern. So nehmen einige Kitas zusätzliche Kinder auf. In der Kirchengemeinde „Heilig Geist“ konnten gar 44 Plätze geschaffen werden. Auch an der Kita Wasserturm konnte eine Notgruppe eingerichtet werden. Hinzu kommen zwei neue Groß-Tagespflegen.

Der Kita-Ausbau bleibt dennoch eine Mammut-Aufgabe. Es ist weiterhin möglich, dass der Punkt kommt, an dem einige Eltern ohne Betreuungsplatz für ihr Kind bleiben. Gründe dafür gibt es viele: Verzögerungen beim Bau von Kitas, mehr junge Familien ziehen nach Neuss und mehr Eltern nutzen das Angebot eines Kita-Platzes. Bis zum Jahr 2025 muss die Stadt Neuss wohl weitere 25 Kitas bauen.

1.100 U3-Plätze seit 2010

Bereits heute gibt es in Neuss 91 Kitas. Hinzu kommen rund 150 Tagesmütter und -väter. Rund 20 Prozent aller Ausgaben der Stadt Neuss fließen in die Kitas und die Unterbringung von Kindern. Seit 2010 wurden über 1.100 Plätze für Kinder unter drei Jahren (U3) geschaffen. In diesem Jahr wurden erstmals mehr als die Hälfte aller U3-Kinder betreut. Zum Vergleich: NRW-weit liegt die Quote bei 26,3 Prozent.

 

Foto: Simone M. Neumann/ SPD-Parteivorstand