Im Zuge der anstehenden Haushaltsberatungen wird traditionell auch über die Zuschüsse der Stadt Neuss für die vielfältigen Brauchtumsveranstaltungen diskutiert. Die Leistungen summieren sich nach Aussage der Stadtverwaltung auf 874.800 EUR für das Neusser Bürger-Schützenfest und 527.600 EUR für die 18 Stadtteil-Schützenfeste. Mit dem Neusser Bürger-Schützen-Verein möchte die Stadt die Zuschüsse und sonstigen Leistungen demnächst auf vertraglicher Grundlage regeln.

Aus diesem Grund haben wir als SPD Neuss in der vergangenen Woche alle Stadtteil-Schützenvereine und den Karnevalsausschuss angeschrieben, um einen Austausch über die städtischen Zuschüsse und Leistungen für die Stadtteil-Schützenfeste und den Karneval zu ermöglichen. „Die Schützen- und Karnevalsvereine leisten jedes Jahr einen wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt in der Stadt Neuss“, erläutert unser Parteivorsitzender Sascha Karbowiak. „Aus diesem Grund möchten wir prüfen, ob die aktuellen Zuschüsse und Leistungen noch ausreichen, um die Vereine bei ihren vielfältigen Aufgaben zu unterstützen“, so Sascha Karbowiak weiter.

2014 wurden die Standgebühren um 17 Prozent erhöht

Unser Fraktionsvorsitzender Arno Jansen erinnert in diesem Zusammenhang exemplarisch daran, dass im Dezember 2014 auf Vorschlag von Altbürgermeister Herbert Napp gegen unsere Stimmen die Standgebühren für die Stadtteil-Schützenfeste um 17 Prozent erhöht wurden. „Diese Entscheidung hat unserer Einschätzung nach nicht dazu beigetragen, die Arbeit der Schützen- und Karnevalsvereine zu unterstützen und zu vereinfachen“, erläutert Arno Jansen. Mittlerweile liegen uns bereits die Rückmeldungen von knapp 30 Prozent der angeschriebenen Schützenvereine vor, die leider auch unsere damals geäußerten Bedenken bestätigen. „Insbesondere für die kleineren Schützenvereine scheint es durch die Erhöhung der Standgebühren noch schwieriger geworden zu sein, interessierte Schausteller für die einzelnen Kirmesplätze zu finden“, berichtet unser Fraktionsvorsitzender Arno Jansen. Auch das von uns angebotene Gesprächsangebot wird von vielen Schützenvereinen begrüßt. Wir hoffen darauf, in den kommenden Tagen noch Rückmeldungen von weiteren Schützenvereinen und dem Karnevalsausschuss zu erhalten, um mit möglichst detaillierten Verbesserungsvorschlägen in die Haushaltsberatungen einsteigen zu können.