Wir setzen uns seit vielen Jahren für attraktivere Parkhäuser ein und versuchen die Parkprobleme rund um die Innenstadt in den Griff zu bekommen. Aus diesem Grund haben wir als SPD im letzten Jahr einen umfangreichen Antrag in den Stadtrat eingebracht, von dem wir uns deutliche Verbesserungen erhofft haben. In der letzten Ratssitzung hat die Verwaltung nun viele Verbesserungsvorschläge vorgestellt. Diese hat der Stadtrat mit großer Mehrheit verabschiedet.

Was haben wir als SPD im vergangenen Jahr beantragt?

Mit unserem Antrag haben wir die Verwaltung beauftragt, an Vorschlägen zu arbeiten um die städtischen Parkhäuser attraktiver zu machen. Die Idee dahinter: Wenn mehr Neusser die Parkhäuser benutzen, gibt es weniger Parkprobleme rund um die Innenstadt. Darüber hinaus wollten wir auch die Situation für Anwohner mit einem Bewohnerparkausweis verbessern. Und natürlich möchten wir auch Chancen der Digitalisierung nutzen.

Was wird jetzt auf Vorschlag der Verwaltung umgesetzt?
  • Die Parkhäuser werden deutlich attraktiver
    Das Parken in den Parkhäusern soll zukünftig genauso viel kosten wie das Parken auf der Straße. Aktuell ist das Parken in den städtischen Parkhäusern nämlich noch teurer. Darüber hinaus soll mindestens die erste halbe Stunde in den Parkhäusern kostenlos sein. Wir haben gemeinsam mit der FDP und der UWG sogar beantragt, dass eine ganze Stunde kostenlos sein soll. Das hat die sogenannte Koalition aus CDU und Grünen bislang nicht unterstützt. Eine finale Entscheidung soll allerdings erst im Februar getroffen werden, es gibt also noch Hoffnung.
  • Die Situation für Anwohner mit Bewohnerparkausweis wird verbessert
    Auf Vorschlag der Verwaltung sollen kurzfristig über 200 neue Parkplätze geschaffen werden – ohne dafür Grünflächen in Anspruch zu nehmen. Alleine an der Kaiser-Friedrich-Straße können so über 40 Parkplätze hinzukommen. Die Parkplätze, die durch den fahrradfreundlichen Umbau der Kanalstraße weggefallen sind, können somit mehr als kompensiert werden. Das haben wir als SPD Neuss insbesondere den Anwohnern der Kanalstraße zugesagt. Die Kosten für einen Dauerparkplatz in den städtischen Parkhäusern werden außerdem deutlich gesenkt – von aktuell 128 Euro auf zukünftig 60 Euro.
  • Stärkere Kontrollen gegen Falschparker
    Besonders stark von „Falschparkern“ belastete Straßen, werden künftig stärker kontrolliert. Hier soll die Verwaltung auch in den Abendstunden und am Wochenende kontrollieren dürfen. Das ist aus unserer Sicht ein guter Vorschlag und weit weg von einer flächendeckenden Kontrolle in der gesamten Stadt. Wir möchten nämlich nur die Anwohnerinnen und Anwohner unterstützen, die seit vielen Jahren regelmäßig von gravierenden Problemen mit „Falschparkern“ berichten. Eine flächendeckende Kontrolle lehnen wir entschieden ab.
  • Digitale Parkkonzepte sollen zeitnah kommen
    Um die Parksuchverkehre reduzieren zu können, möchten wir auch die Chancen der Digitalisierung nutzen. Durch eine App-Anwendung soll den Autofahrern zukünftig in Echtzeit angezeigt werden, wie viele freie Parkplätze in den einzelnen Parkhäusern frei sind. Außerdem soll das „Handyparken“ ermöglicht werden. Somit könnte zukünftig ticket- und bargeldlos über entsprechende Online-Dienste bezahlt werden. Die klassische Zahlung mit einem Parkticket am Automaten wäre natürlich weiterhin möglich.

 

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