Am Dienstag (07. Mai 2019) haben anders als sonst nicht etwa die Stadtverordneten, sondern Schülerinnen und Schüler aus Neuss die Plätze im Neusser Ratssaal eingenommen. Bürgermeister Reiner Breuer hatte die jungen Aktivisten von „Fridays for Future“ bei deren Demonstration Ende März ins Neusser Rathaus eingeladen. Diese sind der Einladung des Bürgermeisters gefolgt und haben ein ganzes Paket an Ideen und Forderungen für ein klimafreundlicheres Neuss mitgebracht.

 

Forderungen von Fridays for Future decken sich mit denen der SPD

Als SPD in Neuss freut uns besonders, dass eine Vielzahl der von den Schülerinnen und Schülern vorgetragenen Ideen und Forderungen bereits Gegenstand unserer eigenen Anträge ist. So deckt sich beispielsweise die Forderung der Aktivisten nach einer Verbesserung des ÖPNV mit einem von uns gestellten Antrag für eine Offensive im Neusser ÖPNV. Bus- und Bahnfahren muss nach unserer Ansicht deutlich attraktiver werden. Dies beinhaltet nicht nur eine bessere Taktung, sondern auch ein einfacheres und günstigeres Tarifsystem. Dabei fokussieren wir nicht nur die Umweltprobleme, sondern betrachten auch die Verkehrs- und Parkproblemen in unserer Stadt.

Auch die Verbesserung der Rad-Infrastruktur ist immer wieder Gegenstand unserer Anträge. Erst jüngst haben wir für die Neusser Pendler und Anwohner Fahrradboxen gefordert.

 

Die Menschen beim Wandel mitnehmen

Richtig finden wir den Hinweis von Bürgermeister Reiner Breuer, dass die gerechtfertigten Forderungen einen Prozess des Umdenkens voraussetzen: „Wir können nicht von heute auf morgen den motorisierten Individualverkehr abschaffen.“ Die Menschen beim Wandel mitzunehmen, begreifen wir als eine unserer Verpflichtungen. Wir freuen uns daher auch über die rege Teilnahme der Neusserinnen und Neusser bei unserer Diskussions-Reihe „SPD Neuss im Dialog“. Entsprechend erhalten wir Rückmeldungen aus der Neusser Bürgerschaft, die uns signalisieren, dass Neuss eine echte Mobilitätswende befürwortet.

 

Diskussion im Rathaus soll bei Klima-Camp fortgesetzt werden

Der jetzt gestartete Diskurs soll laut Bürgermeister Breuer keine Eintagsfliege sein. Er lädt die jungen Klima-Aktivistinnen und Aktivisten daher erneut ein, gemeinsam mit ihm und der Stadtverwaltung die möglichen Klimaschutzmaßnahmen in Neuss zu diskutieren. Diesmal sollen die Ideen und Forderungen allerdings gemeinsam in einem Klima-Camp der Stadt erarbeitet werden. Der genaue Termin und weitere Infos folgen noch.