Eine der wichtigsten Entscheidungen, die der Neusser Stadtrat in letzter Zeit zu treffen hatte, war die der Fusion des Neusser Lukaskrankenhauses mit den Kreiskrankenhäusern in Dormagen und Grevenbroich. Durch die Fusion entsteht eine kreisweite, große Krankenhausgesellschaft mit Sitz in Neuss. Mit ihren 1.200 Betten und den jährlich fast 200.000 Patienten gehört diese damit zu den „Top Ten“ der kommunalen Krankenhäuser in Deutschland.

 

Das Lukaskrankenhaus wird Teil des Verbundes „Rheinland Klinikum Neuss“

Eine Lenkungsgruppe bereitet derzeit die Fusion intensiv vor. Eine wichtige Entscheidung wurde bereits getroffen: Die Krankenhäuser firmieren künftig unter der Dachmarke „Rheinland Klinikum Neuss“. „Wir finden, dass der Name perfekt zu der neuen Krankenhausgesellschaft passt“, erklärt unser Parteivorsitzender Sascha Karbowiak, der uns in der Lenkungsgruppe vertritt. Unter der neuen Dachmarke „Rheinland Klinikum Neuss“ bleiben die vorhandenen Namen der Krankenhäuser bestehen. Der Name Lukaskrankenhaus bleibt Neuss somit auch zukünftig erhalten.

 

Neuer Aufsichtsratsvorsitzender will Bürgerkrankenhaus entwickeln

Mit dem ehemaligen AOK-Vorsitzenden Wilfried Jacobs konnte außerdem ein unabhängiger Experte und anerkannter Gesundheitsexperte als Aufsichtsratsvorsitzender des neuen Klinikums gewonnen werden. In seiner Vorstellungsrede erklärte Wilfried Jacobs, dass alle Beteiligten gemeinsam an der Entstehung eines neuen „Bürgerkrankenhauses“ arbeiten werden. Zudem steht fest, dass alle bisherigen Standorte mit einer umfassenden Basis- und Notfallversorgung erhalten bleiben.

 

Alle Arbeitsplätze sind sicher und bleiben erhalten

„Durch die Fusion sichern wir langfristig eine gute Gesundheitsversorgung in der Stadt und im Kreis und schützen zugleich rund 3.800 Arbeitsplätze in den Krankenhäusern vor Privatisierungen“, erklärt unser Fraktionsvorsitzender Arno Jansen. Die Beschäftigten in den Krankenhäusern müssen sich zukünftig nicht mehr als potenzielle Übernahmekandidaten für Helios und Co. fühlen. Für uns Sozialdemokraten ist das ein ganz wesentlicher Punkt. Das ist vor allem ein Verdienst von Bürgermeister Reiner Breuer. Der Neusser Bürgermeister hat durchgesetzt, dass die Arbeitnehmervertreter auch im neuen Aufsichtsrat vertreten sind und dort mitreden und abstimmen dürfen. Die Personal- und Betriebsräte werden darüber hinaus frühzeitig in den Fusionsprozess eingebunden.

 

Neuss wird an den Kreiswerken beteiligt

Ein weiterer Erfolg der Verhandlungen: Die Stadt Neuss erhält Anteile an den Kreiswerken, die den Neusser Süden mit Wasser versorgen. Damit wird ausgeglichen, dass die Krankenhäuser in Dormagen und Grevenbroich zusammen weniger wert sind als das Lukaskrankenhaus. Die Stadt wollte daher schon lange Anteile an den Kreiswerken erwerben. „Was seinem Amtsvorgänger nie gelang, konnte Bürgermeister Reiner Breuer nun durchsetzen“, erklärt unser Parteivorsitzender Sascha Karbowiak.