Bei unserer ersten Dialogveranstaltung haben wir im Juni 2018 im Haus Derikum mit über 80 Bürgerinnen und Bürgern über den neuen Flächennutzungsplan diskutiert. Die Teilnehmer nannten als dringlichstes Problem die Verkehrsprobleme im Neusser Süden. Daher haben wir zugesagt: Ohne eine Entlastung für den Verkehr in Derikum werden wir kein neues Gewerbegebiet ausweisen. Die Neusserinnen und Neusser erwarten hier zu Recht Lösungsvorschläge. Nun gibt es erste Ideen.

 

Anbindung über eine neue Umgehungsstraße

„Für die verkehrsverträgliche Anbindung des möglichen neuen Gewerbegebietes hat die Stadt Neuss jetzt erste Vorschläge präsentiert“, berichtet Marcel-René Hoffmann. Er betreut für uns den Wahlkreis Derikum. Verkehrsexperten eines Planungsbüros haben die Vorschläge erarbeitet. Aktuell prüfen die Experten eine Trennung des bereits bestehenden Gewerbegebiets von der „Kruppstraße“. Im Gegenzug soll dann eine neue Umgehungsstraße zur „Nievenheimer Straße“ (L 380) in Richtung Anschlussstelle Delrath gebaut werden. Diese Umgehungsstraße könnte auch das mögliche neue Gewerbegebiet anbinden.

 

Weitere Prüfungen erforderlich

Die Verkehrsexperten gehen davon aus, dadurch die bereits heute stark belasteten Straßen „Am Goldberg“, „Mainstraße“ und „Kruppstraße“ deutlich entlasten zu könnten. Und das losgelöst von der Entscheidung, ob das bestehende Gewerbegebiet tatsächlich erweitert wird. Aktuell prüfen die Experten die genauen Auswirkungen. „Es muss natürlich auch sichergestellt sein, dass die Planung keine negativen Effekte auf die Nievenheimer Straße und die Grupellostraße hat“, sagt Marcel-René Hoffmann.

 

Unser Antrag: Ein Gesamtverkehrskonzept muss her!

Die aktuellen Überlegungen sind Teil eines größeren Konzeptes. Dafür haben wir mit einem Antrag gesorgt, den wir vergangenes Jahr in den Stadtrat eingebracht haben. In den Antrag haben wir Vorschläge der Besucher unserer Dialogveranstaltung eingearbeitet. „Wir haben die Stadt Neuss in unserem Antrag beauftragt, ein Gesamtverkehrskonzept für den Neusser Süden zu erarbeiten“, erklärt Marcel-René Hoffmann.

Da das Verkehrskonzept auch die Auswirkungen des geplanten Autobahnanschlusses Delrath berücksichtigen soll, dauert die Erstellung vermutlich noch einige Zeit. Wir freuen uns jedenfalls, dass auch die anderen Parteien unserem Antrag zugestimmt haben und bleiben selbstverständlich am Ball.