Die Gnadentaler sollen die Möglichkeit erhalten, bei einer Infoveranstaltung über die Pläne für den Umbau des Grünen Wegs zu diskutieren, zu den Plänen der Stadt Stellung zu nehmen und Verbesserungsvorschläge einzubringen. Dafür setzen wir uns gegenüber der Stadt Neuss ein. Sollte das mit dem bislang geplanten Beginn der Kanalsanierung nicht möglich sein, werben wir für eine Verschiebung der Gesamtmaßnahme.

 

Ideen der Anwohner berücksichtigen

„Die Anwohnerinnen und Anwohner möchten, dass ihre eigenen Ideen vor einem Straßenumbau zumindest von der Stadt Neuss geprüft werden“, erklärt die stellvertretende Bürgermeisterin Gisela Hohlmann, die für uns den Wahlkreis Gnadental betreut. Der Wunsch nach einer formellen Bürgerbeteiligung war ihrer Aussage nach „eine der Hauptforderungen bei unserer letzten Dialogveranstaltung Ende September in Gnadental“.

 

Maßnahmen zur Einhaltung des Tempolimits

Zahlreiche Besucher beschäftigte bei der Dialogveranstaltung insbesondere die Frage, ob die  Ausbauplanung der Stadt Neuss ausreichend bauliche Maßnahmen vorsieht, um für eine Einhaltung des seit vielen Jahren gewünschten Tempolimits auf 30 km/h sorgen zu können. „Bei unserer Veranstaltung wurden beispielsweise zusätzliche Aufpflasterungen angeregt“, sagt Gisela Hohlmann. Auch der Erhalt möglichst vieler Parkplätze sei ein wichtiges Thema gewesen.

 

Änderungen an Ausbauprogramm ermöglichen

Die fehlende Bürgerbeteiligung hängt auch mit den bisherigen Diskussionen im Stadtrat zusammen. Denn die Stadt Neuss wurde von allen Fraktionen im  Stadtrat aufgefordert, möglichst kurzfristig die Geschwindigkeitsbegrenzung umzusetzen. „Die Verwaltung hat allerdings von Anfang an klar gemacht, dass dafür bauliche Maßnahmen notwendig sind“, erklärt Gisela Hohlmann. Das mit der notwendigen Kanalsanierung gekoppelte und in kurzer Zeit von der Verwaltung ausgearbeitete Ausbauprogramm wurde dann einstimmig im Stadtrat zur Umsetzung freigegeben. „Je nach Verlauf der Infoveranstaltung müsste das bisherige Ausbauprogramm aus diesem Grund angepasst und erneut im Stadtrat beraten werden,“ so Gisela Hohlmann.