Das Ziel der Neusser Politik ist anspruchsvoll: Bis zum Jahr 2035 soll die Stadt klimaneutral sein. Erreicht werden soll das durch ein ambitioniertes Klimaschutzkonzept, an dem im Rathaus derzeit gearbeitet wird. 

Am vergangenen Montag konnten sich dabei auch die Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen. unter dem Titel „Klimaschutz in Neuss“ hatte die Stadt zu einer Bürgerbeteiligung eingeladen. Trotz der grassierenden Coronavieren konnte sich Bürgermeister Reiner Breuer über eine gut gefüllte Aula des Marie-Curie-Gymansiums freuen.

ARD-Wettermoderatorin als Impulsgeberin

Den inhaltlichen Einstieg in die Diskussion machte Claudia Kleinert mit ihrem Impulsvortrag „Klimawandel? – Leben im Treibhaus“. Die ARD Wettermoderatorin skizzierte die Problematiken, die der Klimawandel derzeit bereits mit sich bringt. Alleine der aktuelle Winter sei in Deutschland 3,9 Grad zu warm. 

„Der Vortrag hat uns allen nochmals vor Augen geführt, wie wichtig es ist, für den Klimaschutz aktiv zu sein und klimabewusster zu handeln“, so unser umweltpolitischer Sprecher Michael Ziege, der uns als SPD bei der Veranstaltung vertreten hat. „Von den anderen Parteien hat leider kein Stadtverordneter den Weg gefunden. Dabei ist das Thema eigentlich zu wichtig, um es zu ignorieren“, so Ziege.

Workshops mit den Bürgerinnen und Bürgern

Im Anschluss an eine lebhafte Podiumsdiskussion, an der unter anderem auch Vertreter von „Fridays for Future“ und den Stadtwerken Neuss teilnahmen, waren dann die Bürgerinnen und Bürger am Zug. 

In insgesamt zwei Runden konnten die Teilnehmer in je vier verschiedenen Workshops mit den Themen „Mobilität“, „Energie“, „Bauen und Sanieren“ sowie „Bürgerschaftliches Engagement“ ihre eigenen Ideen zum Klimaschutz einbringen.

Die Wünsche der Neusser

„Die Meinung der Teilnehmer hat mich nochmal in meiner Haltung bestärkt“, sagt Michael Ziege: „Die Bürgerinnen und Bürger haben sich dort gewünscht, dass Politik viel stärker aktiv wird und Veränderungen anstößt.“ Insbesondere beim Thema Mobilität sei das der Fall gewesen. „Oft wurde der Wunsch geäußert, dass Bus und Bahn fahren günstiger und das Angebot noch besser werden muss“, sagt Ziege. Dies decke sich mit den Forderungen der SPD zu diesem Thema.

Besonders interessant seien die Aussagen von anwesenden Unternehmern gewesen. „Die haben betont, dass sie Vorgaben der Politik brauchen, damit sie ihre Ideen im großen Rahmen umsetzen können“, erinnert sich Ziege. 

Selber Ideen einbringen

Wer selbst nicht an dem öffentlichen Workshop hat teilnehmen können, hat noch bis zum 23. März 2020 Zeit, bei der Stadt Maßnahmenvorschläge für die Fortschreibung des integrierten Klimaschutzkonzeptes einzureichen. Die Kontaktadressen finden Sie hier. Selbstverständlich haben auch wir als SPD Neuss jederzeit ein offenes Ohr für Ihre Vorschläge. Sprechen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns unter info@spdneuss.de