Die Stadt Neuss nutzt die Zwangspause in den Schulen, Kitas und Sportanlagen zu deren Sanierung.
Die Stadt Neuss nutzt die Zwangspause in den Schulen, Kitas und Sportanlagen zu deren Sanierung.

Die Stadt Neuss nutzt die derzeitige Schließung von Schulen, Kitas und Sportanlagen für Sanierungsarbeiten. So wird nebenbei auch das lokale Handwerk unterstützt. Bürgermeister Reiner Breuer hat eine Flexibilisierung der vergaberechtlichen Bestimmungen angeordnet. Dadurch können notwendige Arbeiten kurzfristig in Auftrag gegeben werden. Die Mitarbeiter der Stadt können derzeit freihändige Vergaben im Wert von bis zu 50.000 Euro tätigen.

Zusammenarbeit von Gebäudemanagement und Hausmeistern

Das Gebäudemanagement (GMN) hat bereits eine Liste von Schulen zusammengestellt, die dringenden Bedarf an Malerarbeiten haben. Die neu eingerichtete Werkstatt des GMN mit seinen derzeit zwei und bald sechs Mitarbeitern arbeitet dafür mit den Schul-Hausmeistern zusammen. An der Albert-Schweitzer-Grundschule und der Janusz-Korczak-Gesamtschule laufen bereits Dach- und Malerarbeiten. Zeitnah sollen weitere Anstricharbeiten in Klassenräumen und Fluren, die bisher nicht in laufenden oder geplanten Maßnahmen vorgesehen waren, hinzukommen.

Darüber hinaus sind Malerarbeiten an weiteren zehn Standorten geplant. Zum Beispiel an der Gebrüder-Grimm-Schule (Malerarbeiten in der Turnhalle), der Gesamtschule an der Erft (Maler- und Fliesenarbeiten), der Pestalozzischule (Bodenbelagsarbeiten) sowie der Sekundarschule Neuss (ebenfalls Bodenbelagsarbeiten).

Grundreinigung an den Schulen

Im November war es im Schulausschuss noch Thema: Wie kann die Sauberkeit in unseren Schulgebäuden besser werden. Neben der wöchentlichen Reinigung wurde etwa die Wiedereinführung der jährlichen Grundreinigung den Schulen diskutiert. Das hätte eigentlich in den Sommerferien beginnen sollen. Nun wird diese Grundreinigung an einigen Schulen bereits während der Corona-Schließung stattfinden.

Gut für die Handwerker in Neuss

Die derzeitigen Arbeiten an den Schulen haben gleich zwei Vorteile: Klar, Schüler- und Lehrerinnen können nach der Corona-Pause in sanierte Schulen zurückkehren. Gleichzeitig helfen diese Maßnahmen aber auch der lokalen Wirtschaft. Handwerker können so eventuell wegbrechende Aufträge von Privatkunden kompensieren.

Daher sind wir froh, dass es von der Stadt Neuss Rückendeckung gibt. Bestehende Aufträge an die Handwerksfirmen bleiben ohnehin erhalten. Denn Handwerksbetriebe sind von dem weitreichenden Kontaktverbot ausgenommen, wenn sie Vorkehrungen zum Schutz vor der Infektion treffen. Weitere Aufträge können jederzeit hinzukommen. Die Stadt hat noch einige offene Projekte, für den Fall, dass bei Handwerksbetrieben noch weitere Kapazitäten frei werden.