An dem von uns beantragten Runden Tisch wird mit Eltern, Schülern und Lehrern darüber beraten, wie Neusser Schulen digital aufgerüstet werden können.

Tablets für alle Schüler in Neuss

In Zeiten der Corona-Pandemie hat das digital-gestützte Lernen einen dringend notwendigen Entwicklungsschub erlebt. Wir sind überzeugt: Die nun erlernten neuen Möglichkeiten zur Wissensvermittlung werden bleiben, auch wenn das Virus längst überwunden ist. Grundsätzlich ist das nur zu begrüßen.

Unterstützung der Bundesregierung aufstocken

Leider hängt die Ausstattung der Schülerinnen und Schüler derzeit stark vom Geldbeutel der Eltern ab. „Wir werden nicht hinnehmen, dass an Neusser Schulen Klassen mit Kindern gebildet werden, deren Eltern für sie bereits ein Tablet angeschafft haben“, sagt unser schulpolitischer Sprecher Ralph-Erich Hildebrandt. „Denn dann würden die Kinder, deren Eltern sich das nicht leisten können, außen vor bleiben.“

Die Bundesregierung unterstützt finanziell schwächer gestellte Familien bei der Anschaffung von Geräten für den digitalen Unterricht mit 150 Euro pro Gerät. Ein guter Schritt, der jedoch nicht weit genug geht. Wir wollen allen Familien den restlichen Betrag vom Kaufpreis vollständig erstatten. Einen entsprechenden Antrag haben wir vergangene Woche im Stadtrat gestellt. Leider hat eine Mehrheit bestehend aus CDU, Grünen und FDP dem nicht direkt zugestimmt, sondern unseren Vorschlag zunächst vertagt.

Runder Tisch eingerichtet

Daher wird nun an einem Runden Tisch mit Lehrern, Eltern, Schülern, Verwaltung und Politik beraten. Eingerichtet wurde er auf Antrag der Neusser SPD. Die Idee dazu hatte der Stadtelternrat. Hier sollen gemeinsam Lehren aus der Corona-Krise gezogen werden, um die Neusser Schullandschaft für das Home-Schooling fit zu machen.

Bereits im März haben sich unsere Schulpolitiker im Rahmen ihrer Gesprächs- und Veranstaltungsreihe „SPD Neuss im Dialog“ mit Vertretern des Stadtelternrates getroffen. Auch dabei war der digitale Unterricht an Schulen bereits Thema. Verabredet war, die Debatte dazu zu vertiefen. Durch Corona hat sich die Entwicklung auf dem Gebiet nun beschleunigt. „Jetzt gibt es bei dem Thema keine Ausreden mehr“, sagt Ralph-Erich Hildebrandt.